Der Auslöser war ein Gespräch, das sie tief berührte: Eine ehemals sportlich sehr aktive Freundin konnte nach einer Gehirn-OP ihren linken Arm nicht mehr bewegen, war stark gehbehindert und hatte ihre Selbstbestimmtheit verloren – und damit ein großes Stück Lebensfreude.
Gemeinsam suchten sie nach einem Weg, wieder Licht in den Alltag zu bringen. Und wie so oft im Leben führte der Weg über etwas ganz Einfaches und gleichzeitig so Bedeutungsvolles: das Handarbeiten. Sie sprachen darüber, was Stricken und Häkeln bedeuten können – Trost, Ausdruck, Kreativität, Zugehörigkeit – und welche Möglichkeiten es gibt, trotz körperlicher Einschränkungen weiterhin kreativ tätig zu sein.
Während dieser Suche wurde Britta bewusst, welchen festen Platz das Handarbeiten auch in ihrem eigenen Leben hat. Und dass viele Menschen – durch Krankheit, Unfall oder schlicht durchs Älterwerden – irgendwann Gefahr laufen, dieses geliebte Hobby nicht mehr ausüben zu können.
Doch als sie versuchte, Informationen, Hilfsmittel, Techniken, Austausch oder Anleitungen für Stricker:innen mit Einschränkungen zu finden, zeigte sich schnell: Es gibt keinen zentralen Ort. Keine Community. Keine Sammlung von Wissen, die unterstützen, trösten oder inspirieren könnte.
Aus dieser Lücke – und aus ganz viel Herz – entstand die Idee zu KnitAgain.
Ein Ort, an dem Menschen mit Einschränkungen neue Wege finden können, kreativ zu bleiben.
Ein Ort, der Mut macht.
Ein Ort, der zeigt: Manchmal beginnt etwas Schönes genau dann, wenn etwas Schweres passiert.
Auf KnitAgain findest du Erfahrungsberichte, praktische Hilfen, ergonomische Lösungen und angepasste Techniken, die dir das Stricken erleichtern können. Und du findest Menschen, die dich verstehen. Menschen, die sich gegenseitig stützen, inspirieren, motivieren. Eine Community, die sagt: „Wir machen weiter. Auf unsere Weise.“
Denn Stricken ist mehr als ein Hobby.
Es ist ein Gefühl.
Ein Zuhause.
Ein Raum, der sich nicht verschließt, nur weil sich etwas im Leben verändert hat.