21 Mai Fassade renovieren mit der richtigen Malerfirma
Fassade Sanieren? ganz schön aufwändig!
"Was machen wir mit dem Rotschwänzchen?"
Nachdem alle Fenster erneuert und alle Löcher in der Fassade verputzt waren, war klar, dass das Haus so nicht bleiben kann. Mal abgesehen davon, dass uns das kühle Gelb, welches inzwischen schon einen leichten Graustich hatte, eigentlich nie wirklich gefallen hat.
So beantragen wir (ja, alles muss beantragt werden, auch die Fassadenfarbe!!) bei der Gemeinde die Genehmigung für die Neugestaltung der Fassade unseres Hauses. Die Angebote der Malerfirma Santacroce und der Gerüstbaufirma liegen vor und nachdem das Okay von der Gemeinde kommt, kann es losgehen. Leider verzögern sich die Arbeiten durch anhaltende Regenfälle, doch irgendwann geht es endlich los. Todesmutig transportiert die Gerüstbaufirma die Gerüstteile hier durch die engen, steilen Straßen. In Nullkommanix ist das Gerüst trotz der komplizierten Höhenverhältnisse am Haus aufgebaut, alle Fenster heile geblieben und niemand abgestürzt. Dann rücken Lazzaro und Salvatore, die beiden Verputzer/Maler mit ihrem Chef Massimo an, um alles genau zu planen. Welches Material wo gelagert wird, damit es nicht feucht wird, wo der rote Putz angerührt wird (mit riesiger roter Staubwolke), damit nichts einstaubt, wer die Fensterläden abbaut und wo die sicher gelagert werden und mit welchem Klebeband welche Materialien abgeklebt werden, damit es hält aber nicht beschädigt. Und dann steht Lazzaro in der Tür und fragt (auf Italienisch): „Und was machen wir mit dem Rotschwänzchen?“ Hä? Also ja, ich weiß schon, dass letztes Jahr auf unserem Balkon, oben auf dem Deckenbalken ein Rotschwänzchen gebrütet hat, aber was hat das mit dem Verputzen zu tun? Lazzaro erklärt, dass sie in das Nest hineingesehen und schon mehrere Eier gefunden haben. Man kann nicht um das Nest herumputzen. Das ist schon mal klar. Seine Frage geht dahin, wohin er das Nest setzen soll, um zu versuchen, dass es weiter bebrütet wird. Ich bin von soviel Rücksichtnahme beeindruckt und weise dem Nest einen anderen – meiner Meinung nach sehr gut geeigneten – Platz zu. Die Vogelkundler unter Ihnen werden mich jetzt für komplett bescheuert halten. Nein, offensichtlich kann man ein Nest nicht „umpflanzen“. Als ich zwei Wochen später wieder in Italien bin ist klar: Die Eltern bebrüten das Nest nicht weiter und ich bin traurig. Werde allerdings ein bisschen dadurch getröstet, dass ziemlich direkt neben dem Nest ein weiteres Rotschwänzchennest sitzt, welches bereits von sechs kleinen Küken bewohnt wird, die im Sekundentakt von ihren Eltern gefüttert werden. Ich gehe einfach davon aus, dass es die gleichen Eltern sind, die jetzt einfach ein neues Nest gebaut haben.
Zurück zur Arbeit an unserem Haus: Ich glaube, alleine für das Abkleben und Abdecken aller Flächen, die geschützt werden müssen, haben Salvatore und Lazzaro einen ganzen Tag gebraucht. Hier noch ein Streifen, dort noch eine Lage Vlies…. ich bin begeistert.
Und dann beginnen die eigentlichen Arbeiten: Reinigen des alten Putzes, auftragen einer dünnen Putzschicht, trocknen lassen, abschleifen und dann kommen irgendwelche Gewebematten, auf die wiederum eine Schicht irgendwas aufgetragen wird. Das Ganze wird dann in der endgültigen Farbe gestrichen, obwohl da noch eine Schicht Putz drauf kommt. Das macht man, damit es später, falls mal an einer Stelle etwas abstößt, nicht gleich der helle Untergrund durchscheint. Irgendwann kommt dann der grobe Rauputz, der bereits die endgültige Farbe hat. Und spätestens da bin ich Salvatore und Lazzaro unheimlich für ihre Genauigkeit dankbar: Der knallrote Putz krümelt und bröckelt sich seinen Weg überall dorthin, wo nicht einhundertprozentig abgeklebt wurde. Die kleinen kreischroten Steinchen, die sich trotzdem in den Ritzen auf den unebenen Fliesen verstecken, setzen sich zwischen die Schuhsohlen, lösen sich vorzugsweise im Wohnzimmer und zerbröseln dort gemütlich. Glücklicherweise ist das mit ein wenig schrubben zu beseitigen.
Jetzt sehen drei der vier Wände schon richtig toll aus und ich bin guter Dinge, dass Ende dieser Woche alles fertig wird und auch die letzten Gerüstteile endlich vom Hof verschwinden und wir wieder durch die Haustür gehen können, ohne uns den Kopf zu stoßen.
Ein großes Kompliment und Dankeschön an Santacroce S.R.L. aus Laveno Mombello!
Kontakt: Santacroce S.R.L., Via Famiglia Revelli 47, 21014 Laveno-Mombello
Mail: info@santacrocemassimo.it
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